Eine Erfahrung zwischen Isolation und Introspektion
Wie der Titel andeutet, spielt Quarantaine−Quarantine mit der doppelten Bedeutung des Wortes „Quarantäne“, das sowohl spirituellen Rückzug als auch körperliche Absonderung umfasst.
Untergebracht in einem Mobilheim, fernab vom städtischen und gesellschaftlichen Leben, tauchte Honoré δ’O in die Chihuahuawüste ein – eine Umgebung, die zugleich trocken, still und introspektiv ist. Dieser Ort, sowohl Lebensraum des Nomaden als auch Zufluchtsort des Einsiedlers, steht vollständig im Einklang mit der Philosophie ständiger Neuerfindung, die das Werk des Künstlers seit den 1990er Jahren durchzieht.
Die Wüste als Metapher des Widerstands
In Quarantaine−Quarantine wird die Wüste zum Symbol des Widerstands gegen zeitgenössische Formen der Eroberung – räumlich, militärisch, territorial oder kommerziell. Honoré δ’O untersucht unsere Beziehung zu Raum und Welt, zwischen dem Wunsch nach Öffnung und dem Streben nach Besitz.
Unter den während seines Aufenthalts dokumentierten Situationen erwähnt der Künstler insbesondere die 3D-Konstruktion des El Cosmico-Hotels in der Nähe des Haystack-Berges. Dieses „objektive Zufallserlebnis“ illustriert ironisch die Spannung zwischen Natur, Technologie und Tourismus und hebt die Verwandlung des Kosmos in ein kulturelles und kommerzielles Produkt für eine neue Generation von Pionieren hervor.
Eine immersive und poetische Installation
Mit dieser monumentalen Installation lädt Honoré δ’O die Besucher zu einer sensorischen und meditativen Erfahrung ein.
Quarantaine−Quarantine hinterfragt die Verbindung zwischen Kunst, Isolation und Sinnsuche und führt zugleich die Reflexion des Künstlers über Schaffen als Akt des Widerstands und der Freiheit fort.