Eine Reflexion über zeitgenössische Kunst und deren Wahrnehmung
Cristina Garridos multidisziplinäres Werk untersucht, wie zeitgenössische Kunst kulturell, digital und institutionell definiert wird. Durch Videos, Installationen und Objekte hinterfragt sie die Dynamik der Kunstwelt, kulturelle Narrative und den Einfluss von Technologie auf die künstlerische Schaffung und Rezeption.
Zentrale Themen ihrer Arbeit sind:
- die Beziehung zwischen Kunst und kultureller Identität,
- die Rolle des subjektiven Blicks des Betrachters,
- und der Einfluss sozialer Medien auf die Verbreitung, Interpretation und den Wert von Kunst.
Eine immersive und kritische Installation
Speziell für diese Ausstellung konzipiert, setzt Cristina Garridos neue Installation ihre Reflexion über kollektives Gedächtnis und Bedeutungsbildung im globalen Kunstökosystem fort.
Unter Verwendung des Prinzips der Anamorphose – einer visuellen Technik, die das Bild je nach Blickwinkel des Betrachters verzerrt – aktiviert die Künstlerin Archivfotos früherer Ausstellungen erneut. Diese optischen Täuschungen lassen die „Geister“ der zuvor gezeigten Werke wieder auftauchen und verwandeln den Museumsraum in eine sinnliche Erfahrung von Zeit, Erinnerung und Kunstgeschichte.
Ein Dialog zwischen Architektur, Gedächtnis und Autorenschaft
Mit The White Cube is Never Empty bietet Cristina Garrido eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Museums bei der Konstruktion künstlerischen Gedächtnisses. Durch die Verbindung von visueller Experimentation und konzeptioneller Reflexion hinterfragt sie den Begriff des Autors und wie der institutionelle Kontext die Sichtbarkeit und den Wert von Kunstwerken beeinflusst.